Sanierung oder Neubau der Grundschule Wörthsee mit weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen

(siehe dazu den Kostenbericht zur Masterplanung)

Der GR nimmt ein Schreiben der „Interessengemeinschaft Sackgassenerhalt“ zur Kenntnis.

Sanierung, Generalsanierung oder Neubau der Grundschule Wörthsee mit weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen
Aussprache zu den von den Fraktionen gestellten Fragen:

1. Warum wurden dem GR nicht alle Seiten der „Studie“ zur Verfügung gestellt?
A: Die fehlenden Seiten waren redaktioneller Art oder enthielten Formeln und Berechnungen

2. Frage nach der Grundlage der Berechnungen?
A: Die Berechnungen wurden auf der Basis durchschnittlicher Werte (Mittel zw. München und westl. Landkreis) erstellt.

3. Welche Vorgaben wurden den Erstellern der Studie gemacht?
A: Gemeinde entscheidet, ob die Grundschule eine Ganztagesschule mit Mensa wird, dies wäre aber laut Planung möglich. Die Größe der Klassenzimmer 8 x 68 qm. Ausstattung wurde nicht vorgegeben, da sie großenteils vorhanden ist. Die Aula soll für außerschulische Veranstaltungen unter 200 Personen (neue Brandschutzvorschriften) genutzt werden können.
Es kann auch für die Zukunft von konstanten Schülerzahlen ausgegangen werden.

4. Frage nach Eignung des Standorts: Es habe am vorgesehenen Standort früher einen Weiher mit Sumpfgelände gegeben?
A: Es wird noch ein Bodengutachten erstellt.

5. Frage nach der Bedingungen des alten Kaufvertrags mit Toerring
A: Der Verkäufer hatte sich 1971 ein Wiederkaufsrecht vorbehalten, für den Fall, dass das Grundstück nicht für öffentliche Zwecke genutzt werden sollte. Dieses ist nach 30 Jahren verjährt.

6. Frage nach dem Verkaufspreis für die nach dem Abriss der GS frei werdenden Grundstücke
A: Gutachterausschuss bestätigt einen möglichen Verkaufspreis zwischen 550 und 600 Euro

7. Frage nach zusätzlichen Kosten für Abriss?
A: Kosten sind in der Studie enthalten.

8. Hat Büro Auer & Storck jemals eine Kostenaufstellung für eine GS-Sanierung erstellt? Könnte man eine Generalsanierung in Holzständerbauweise und – Ummantelung durchführen?
A: Auer&Storck haben 2001 ein Angebot für eine einfache Sanierung für 1,15 Mio. DM gemacht.
Möglich wäre eine Sanierung mit Holz, dies ist allerdings wg Brandschutz sehr aufwendig. Architekt Haake rechnet mit 1078 Euro pro qm Fassadenfläche.

9. Wurde ein Kostenvergleich Generalsanierung/ einfache Sanierung durchgeführt?
A: Wird von Planern nachgereicht, siehe Link Das Problem des behindertengerechten Ausbaus bleibt bei beiden Varianten bestehen. Die aktuellen gesetzlichen Richtlinien könnten nicht umgesetzt werden.

10. Frage nach 2. Kostenberechnung
A: Wird abgelehnt, da sie die Entscheidungsfindung nicht erleichtert.

11. Frage nach Haltbarkeitsdauer von Neubau gegen Sanierung
A: Hängt von Qualität der Sanierung ab.

12. Frage nach Lösung für Vereinssport bei Neubau
A: Bei Neubau werden die Schützenvereine nicht mehr auf dem Schulgelände untergebracht. Die Gemeinde wird den Vereinen bei einer Suche nach einer neuen Vereinsstätte behilflich sein.

13. Frage nach Hausmeisterwohnung
A: Wird im Zuge der Planung geklärt.

14. Frage der Finanzierbarkeit des Projekts bzw. den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde.
A: Die Kommunalaufsicht erkennt die zu erwartenden Erlöse aus den Grundstücksverkäufen nicht an. Sie empfiehlt die Finanzierung aus dem Haushalt auszugliedern. Die Gemeinde hat 5 Mio. Euro Rücklagen, die allerdings nicht zur Gänze in das Projekt einfließen können, vorerst sind 3 Millionen geplant. Turnhallen könnten durch Holzständerbauweise deutlich billiger werden.

15. Frage nach Bestand des Jugendhauses
A: Das Jugendhaus bleibt in jedem Fall erhalten. Es gibt die Möglichkeit, das JH an anderer Stelle auf dem Gelände zu errichten oder es bleibt an Ort und Stelle. Der GR entscheidet und die Architekten müssen dann entsprechend planen.

16. Frage nach „Turnraum“ anstelle von Einfachturnhalle und und Neubau einer Turnhalle am Sportplatz
A: Die Schule braucht eine Turnhalle, sie darf nicht schlechter als vor dem Neubau gestellt sein. Weiterer Vorteil: An der Schule gibt es einen Hausmeister und die Halle kann energetisch mitversorgt werden.

17. Frage nach Vorgaben für die Ausschreibung und Prüfung weiterer Erschließungsmöglichkeiten
A: Die Vorgaben an das Projektbüro werden entsprechend weitergegeben.

18. Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Neubaus
A: Der Neubau soll so konzipiert werden, dass er energetisch und in baulicher Ausführung deutlich besser wird als das gesetzlichen Mindestmaß es verlangt und außerdem ohne größere Umbauten weiter „nachrüstbar“ ist.

19. Frage nach bisherigen Sanierungskosten an jetziger GS
A: Brandschutzmaßnahmen mussten durchgeführt werden, ebenso Dachabdichtungen. Die Gelder für Baumaßnahmen an den Toiletten sind allerdings verloren.

20. Frage nach Kriterien für Fördergelder
A: Fördergelder gibt es für Sanierung, außer ein Neubau ist wirtschaftlicher.

21. Frage nach Urheberrrecht
A: Das Urheberrecht wird an die Gemeinde abgetreten.

22. Frage nach Erweiterungsmöglichkeiten der Schule
A: Die Planung gibt 4×2 Klassenräume oder 3×2 und 1×3 Klassenräume her.

Bgm Flach berichtet mit einem kleinen historischen Abriss von der bisherigen „Zusammenarbeit“ und warum er eine weitere Zusammenarbeit mit Auer & Storck nicht für zielführend hält. Der GR stimmt ihm mehrheitlich zu.
Der GR stimmt einem Schulneubau mit Einfachturnhalle zu. Gegenstimmen: GR Pflaum, GR Schmötzel
Der GR behält sich bei positiver Kostenentwicklung Projekterweiterungen vor. Er wird außerdem verschiedenste Schulneubauten in nächster Zeit besichtigen.

Sonstiges:

TOP3 Vorstellung der Planung für den Neubau des Kiosk am Birkenweg entfällt

Christel Muggenthal, 12.11.09

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